


Die Sonne scheint nicht nur an warmen Sommertagen. Auch in den dunkleren und kälteren Monaten des Jahres bieten Photovoltaikanlagen eine zuverlässige Energiequelle – doch wie gut funktionieren sie im Winter, insbesondere bei Nebel oder bewölktem Himmel?
Photovoltaik zu jeder Jahreszeit
Photovoltaikanlagen erzeugen während dem ganzen Jahr Energie, allerdings variiert ihre Effizienz je nach Wetterbedingungen und Tageslänge. In den Wintermonaten, wenn die Sonne tiefer steht und die Tage kürzer sind, ist die Energieproduktion naturgemäss geringer als im Sommer.
Kälte als Vorteil
Viele Menschen denken, dass Kälte der Leistung einer Solaranlage schadet. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Hohe Temperaturen können die Leistung der Module etwas verringern, während kaltes, sonniges Wetter die Energieproduktion verbessern kann. Der Grund dafür ist, dass mit zunehmender Temperatur die Solarmodule weniger Strom produzieren. Allerdings sind die Einbussen gering und erreichen höchstens 5% der Leistung. Dies bedeutet aber auch, dass eine Photovoltaikanlage an einem klaren Wintertag durchaus eine gute Effizienz erzielen kann – auch wenn die Sonne nicht so lange scheint.
Nebel und Wolken
Nebel und stark bewölkte Tage sind für Solaranlagen nicht ideal, da die Sonneneinstrahlung gestreut wird und die Solarmodule in geringerer Intensität erreicht. Doch auch bei diffusen Lichtverhältnissen sind Photovoltaikanlagen in der Lage, Strom zu produzieren. Allerdings kann die Produktion an einem schönen Sommertag bis zu sieben Mal mehr als an einem nebligen Wintertag betragen.
Eis und Schnee
Eine weitere Herausforderung für Photovoltaikanlagen im Winter ist Schnee. Wenn die Module von einer Schneeschicht bedeckt sind, wird die Energieproduktion stark reduziert oder sogar vollständig gestoppt, da das Sonnenlicht die Solarmodule nicht erreichen kann. Allerdings wird der Schnee in der Regel leicht abgetaut, da die Module dank der glatten Oberfläche den Schnee schneller schmelzen lässt. Zudem kann Schnee auch als Reflektor wirken, wodurch die Solarenergie, die von der Schneedecke reflektiert wird, das Modul zusätzlich erreicht – dieser so genannte Albedo-Effekt kann die Energieerzeugung bei flachem Sonnenschein sogar verstärken. Eine angepasste Neigung der Solarmodule hilft, den Schnee schneller abzutauen und den Ertrag zu maximieren.
Photovoltaikanlagen sind auch im Winter sinnvoll
An trüben Tagen, wenn die Stromerzeugung sinkt, sind die Anlagen nicht ausser Betrieb – sie liefern weiterhin einen Beitrag zur Energiebereitstellung. Die Technik hat sich über die Jahre stark verbessert, so dass moderne Solaranlagen auch bei suboptimalen Bedingungen zuverlässige Leistungen erbringen können.